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Ordentliches Imkerjahr-2014: Verkauf der letzen Gläser Hurra, Honig!

Das Imkerjahr 2014 fällt, wenn man sich mit Imkerkollegen unterhält, durchwachsen aus. Mit Start des Jahres mochte man ja beinahe euphorisch utopischen Honigerträgen durch den frühen Start der Natur entgegenfiebern, doch am Ende gabs weniger Honig, als eine enorme Belastung durch die Varroa Milbe. Im Verleich zu 2013 mussten wir uns mit weniger Honigertrag zufrieden geben, obwohl wir heuer ein zusätzliches Wirtschaftsvolk zur Verfügung hatten.  Blöd: der Honig saß teilweise so fest in den Waben, dass er durch den normalen Schleuderprozess nicht zu extrahieren war.

Zum Glück: mit der Qualität des Honigs dürfen wir auch dieses Jahr sehr zufrieden sein, und darauf kommt es schließlich an. Bereits auf dem Nachtbiomarkt in Neubiberg haben wir viele lokale Kunden von der Qualität des Honigs überzeugt. Mit unserem kleinen Stand auf dem Unterbiberger Wochenmarkt haben wir an jedem ersten Samstag bis Dezember den Honignachschub der Nachbarschaft gesichert.

Hurra, Honig für die Gemeinde Neubiberg

Wir haben uns sehr gefreut, dass wir für die Gemeinde Neubiberg, ihre Freunde und Mitarbeiter Honigpräsente zu Weihnachten liefern durften. Gut für die Beschenkten: sie konnten den Unterschied ihres lokalen Imkerhonigs zum gemeinen Industriehonig schmecken. Schlecht für Diejendigen, die den Honig schätzen und gerne mehr davon möchten: nichts ist mehr da :-(.

Damit die Hurra-Bienen auch nächstes Jahr fliegen

Den Bienenstand haben wir nun winterfest gemacht. Die Völker sind eingefüttert und den Sonnenwachsschmelzer mit dem wir unsere leeren Waben einschmelzen, brauchen wir erst mal nicht mehr.

Der Bienenstand wird Winterfest gemacht

Mit Pelle haben wir jetzt auch einen Bienenhütehund. Er ist noch in Ausbildung, wird aber bestimmt nächstes Jahr alle Immen sicher zurück zu den Beuten begleiten.

 

Wenn sich der Imker durch den Winter zittert

Das Bienenjahr ist ja eigentlich schon im August zu Ende. Natürlich sind für den Imker auch danach noch einige Aufgaben zu erledigen, z.B. das das Einfüttern. Die Bienen brauchen für den entnommenen Honig eine alternative Nahrung, die sie durch den Winter bringt. Wenn die Völker dann hoffentlich gut für die kalte Jahreszeit gerüstetet sind, gibts regelmäßige Wartungsbesuche (hoffentlich alles ok!) und noch einmal eine Behandlung gegen die Varroa-Milbe. Weil nur vitale Völker durch den Winter kommen, habe ich dieses Jahr fünf Ableger gemacht, um eventuelle Winterverluste auszugleichen. Hoffentlich schaffen es alle.

Die Bienen-Nahrungsquellen versiegen

Wenns kälter ist, so bei etwa 12° bleiben die Bienen lieber im Stock. Der Imker beisst sich dann lieber in die Faust, weil man die Beute besser nicht mehr öffnet. Die Bienenvölker sind jetzt auf sich gestellt, bis auf meine Gedanken, die sie begleiten. Bei jedem Sturm hoffe ich, dass der Selbstbau-Freistand sich gut gegen den Wind behauptet (bis jetzt prima,  klopf*klopf*klopf) und je länger der Winter dauert, dass das Futter reicht. Schneit es, soll der Schnee nicht die Einfluglöcher verdecken. Im Stock soll eine gute Luftzirkulation herrschen. Kommt der Frühling zu früh, hofft man, dass kein weiterer Wintereinbruch das Futter- und Brutmanagement des Volkes stört. So ein Winter kann schon verflixt lange dauern.

Winterverluste prognostiziert

Nach diesem verrückten Bienenjahr prognostizieren die Bieneninstitute hohe Winterverluste. Der frühe Start und Milde Start ins Bienenjahr hatte der Varroamilbe viel Zeit gegeben, sich immer wieder zu reproduzieren: ”Für das Wirtschaftsjahr 2014/15 befürchte die Expertenrunde im Bundesdurchschnitt einen Winterverlust von bis zu 23 % der Bienenvölker. Zuletzt habe die Milbe pro Jahr rund 10 % bis 15 % der Bienenvölker dahingerafft. Damit wären die Winterverluste durch die Varroamilbe im laufenden Wirtschaftsjahr wieder auf dem hohen Niveau von 2005/06 und 2011/12. Im Wirtschaftsjahr 2003/04 seien mit 28 % sogar noch mehr Bienenvölker durch die Varroamilbe vernichtet worden.

Ein kalter Winter ist daher nicht unbedingt schlecht für die Bienen. Eine Imkerregel besagt: “Kalte Füße, warmer Kopf.” 

Macht es gut Mädels!

Nachtbiomarkt Neubiberg: Hurra, Honig! ist am 17.07. dabei

Unsere Planungen für die erste Teilnahme am Nachtbiomarkt Neubiberg laufen auf Hochtouren. Ganz ehrlich, Hurra, Honig! ist klein aber fein. Nicht mehr als neun Wirtschaftsvölker stehen derzeit im Landschaftspark Hachinger Tal. Primär wirtschaftlich motiviert sind wir nicht, da die Imkerei  ein Ausgleich zum Hauptberuf ist. Dennoch freuen wir uns auf den ersten Verkaufsstand auf dem Nachtbiomarkt Neubiberg, weil wir das Feedback auf unseren Honig gerne persönlich abholen.
Nachtbiomarkt Neubiberg

 

Ein Besuch des Nachtbiomarktes Neubiberg lohnt sich aber bestimmt, weil er dieses Jahr noch größer und vielfältiger wird. Das Programm liest sich vielverprechend. Zu entdecken gibt es neben Hurra, Honig!:
  • Direktvermarkter,
  • Naturkosthändler,
  • Biowirte,
  • Vereine und Umweltschutzinitiativen,
  • Aktionen für die ganze Familie, und
  • die „Rubber Soul Connection“ mit ihrem facettenreichen Vocal-Rock-Pop.

Ach ja, weil auch die Tochter in der Schulband der Montessorischule Emile singt, lässt sich das Schöne mit dem Angenehmen verbinden. Prämiere haben also nicht nur der erste Honigstand, sondern auch der erste öffentliche Auftritt.

Stimmt die Zielgruppe der Käufer von Imkerhonig mit den eigenen Beobachtungen überein. Wir dürfen gespannt sein.
Hier gehts zum Blogbeitrag “Imker-Honig oder Nutella? Eine Zielgruppenbetrachtung.” ;-)

Der Nachtbiomarkt Neubiberg  findet am 17.07. von 18:00 – 22:00 Uhr im Umweltgarten Neubiberg, Äußere Hauptstraße 10 statt. Vielleicht dürfen wir Euch Honig aufs Brot schmieren?