Der Konsument entscheidet

Mischung von Honig aus EG-Ländern und Nicht-EG-Ländern

Honig ist kein Luxusprodukt mehr. Zumindest heute. In jedem Supermarkt gibt es eine große Vielfalt unterschiedlicher Marken und Sorten. Honig ist im Vergleich zum Aufwand seiner Gewinnung sogar spottbillig. Mancher sogar unanständig günstig. Dies wird einem erst bewusst, wenn man sich bemüht, selbst ein gutes Produkt herzustellen. Wie neulich im Discounter. Rechts neben Nutella, links neben Marmelade und über der Buttotorte standen verschiedene Honig-Marken und Sorten. Der günstigste Honig für € 2,39, der Teuerste für nur € 4,29.

Mit einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von etwa einem Kilo Honig, liegt Deutschland lt. dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft weltweit an der Spitze. Fast zwei Drittel aller Verbraucher essen regelmäßig Honig. Der Honigertrag aller deutschen Imker beträgt nach Auskunft des Deutschen Imkerbundes aber nur 20% des hiesigen Verbrauches.

Der Honig kommt aus der ganzen Welt. Zum Beispiel aus Mexiko, unserem wichtigsten Honiglieferanten (Destatis/2013)  vor Argentinien und China. Da laut Forsa-Umfrage  es 78 Prozent der Verbraucher wichtig ist, dass der Honig aus Europa stammt und immerhin 73 Prozent angeben auf deutsche Produkte zu achten und  67 Prozent sogar Bienenhonig aus der Heimatregion bevorzugen, muss man sich die berechtigte Frage stellen, ob der Konsument eigentlich aufs Label guckt. Vermutlich eher nicht.

Mann kann sich vorstellen, dass der angebotene Honig meist von großen Imkereien angeboten wird, die zum Teil nicht deutschen Qualitätsstandart nicht. Man darf davon ausgehen, dass das industrielle Verflüssigen großer Mengen Honig zudem teils unter Verwendung von Hitze über 40° geschieht. Honig besteht aus Anteilen von Blütenpollen, Enzymen und Inhaltsstoffen wie Vitamine, Säuren, Fermenten und Aromen. Erhitzt man den Honig auf über 38° bleibt Zucker übrig, der wie Honig schmeckt und wunderbar flüssig ist. Wie war das mit dem Honigplatzierung im Supermarkt neben Nutella, Marmelade und Butterkuchen? Hurra, Honig! wird übrigens immer kalt geschleudert und nie erwärmt.

Warum also auf Honigmischungen aus EG-Ländern und Nicht-EG-Ländern verzichten?

  • Bienen in Nicht-EU Ländern bestäuben in Deutschland oder in Deiner Umgebung keine Pflanzen.
  • Da echter deutscher Imkerhonig nicht künstlich aufbereitet ist sondern in seinem “Rohzustand” angeboten wird. D.h. alle Inhaltsstoffe sind noch vorhanden.
  • Unterstützung lokaler Imker
  • Kurze Transportwege sind viel umweltfreundlicher

Braucht es noch mehr Argumente für Imkerhonig?

1 Antwort

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  1. […] gehört zu  den weltweit größten Honigkonsumenten . Wer aber sind genau  die Nutzer , die beim Kauf mehr auf die Naturbelassenheit des Honigs achten, […]

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